Sossusvlei und Deadvlei

Sossusvlei und Deadvlei

Das Sossusvlei

Das Sossusvlei ist eine in der Wüste Namib gelegene Salz-Ton-Pfanne und ist Teil des Namibia-Naukluft-Nationalparks. Sossus bedeutet “blinder Fluss” und das beschreibt diesen Ort wirklich wunderbar. Das Sossusvlei führt nämlich nur in sehr regenreichen Jahren Wasser und kann dabei bis zu mehrere Meter tief versinken. Das Wasser kommt dabei über den Fluss Tsauchab der seinen Ursprung in einer Gebirgsregion im Landes inneren findet. 
Dieser Fluss findet nach etlichen Kilometern sein Ende im Sossusvlei und versandet dort schlussendlich, nur 50 km vom Meer entfernt. 
Die orangenen Dünen die das Sossusvlei umgeben haben ihre Farbe von Eisenoxid welcher im Sand enthalten ist. Außerdem zählen diese Dünen mit bis zu 380 Meter höhe, zu den höchsten der Welt.

Im Nahegelegenen Deadvlei, welches Teil des Sossusvlei ist finden sich einige, teils sehr alte, abgestorbene Bäume. Diese Bäume verrotten durch das extrem trockene Klima sehr langsam und bleiben uns daher noch eine ganze Weile erhalten.
Die Bäume sind Teilweise über 600 Jahre alt und bezeugen sehr deutlich, dass es dort früher mehr Wasser gegeben haben muss wie Heute.
Um speziell das Deadvlei soll es im folgenden auch gehen da die Bäume eine sehr ansprechende Fotokulisse bilden. 

 

Der Weg zum Deadvlei

In Namibia sind die Wege weit und die Unterkünfte begrenzt, daher lohnt es sich vorab seine Reise gut zu Planen und sich über die Unterkünfte zu informieren. 
Wenn das Deadvlei auf deiner Liste steht dann solltest du dir besondere Gedanken machen. Wenn du auf Hotels angewiesen bist, empfiehlt sich die Sossusvlei Lodge welche direkt am Eingang des Namib-Naukluft-Nationalparks liegt. Das Hotel bietet einen Pool, gutes Essen und geführte Touren durch den Nationalpark. Der Nachteil ist, dass der Nationalpark feste Öffnungszeiten hat, welche einem den Sonnenaufgang sowie den Sonnenuntergang im Park verwehren, was für Fotografen natürlich nicht perfekt ist. 
Wenn du per Camper unterwegs bist, empfehle ich dir daher den Sesrim-Campsite, welcher sich im Nationalpark befindet!

Somit können sich Camper die lange Wartezeiten am Eingangsgate sparen und dürfen 1-2 Stunden früher durch das innere Gate, was einem das perfekte Licht beschert. Vom Tor aus sind es dann noch ca. 40 km bis zum Eingang zum Sossusvlei. Unterwegs gibt es noch einige Fotohighlights wie z.B. die Dune 45.
Am Eingang zum Sossusvlei sollte man den Luftdruck senken, denn hier endet die befestigte Straße und es beginnt eine tiefe Sandpiste die nur mit einem Allrad Geländewagen befahren werden kann und darf. 

Nach ca. 10 Minuten kommt man dann am Parkplatz zum Deadvlei an und läuft von hier aus noch ca. 15 Minuten.
Früh zu kommen zahlt sich hier wirklich aus, denn die Besuchermassen lassen nicht auf sich warten, da das Gebiet um das Sossusvlei zu einem der Highlights in Namibia zählt. 

Im Deadvlei  fotografieren

Wie schon erwähnt, eignen sich die frühen Morgenstunden sowohl vom Licht, als auch von den wenigen Besuchern her am Besten zum Fotografieren. 

Der Himmel und die Dünen bilden wunderbare Kontraste und regen die Fantasie an. 
Sobald die Besucherzahlen steigen solltest du einen sehr starken ND-Filter dabei haben. Mit diesem kannst du die Verschlusszeit so erhöhen, dass die bewegenden Menschen auf dem Bild nicht sichtbar sind. 
Ein Verlaufsfilter hilft außerdem den Helligkeitsunterschied zwischen den Dünen und dem Himmel einzufangen, ohne dass Stellen ausbrennen. 
Die Bäume eignen sich wunderbar als Vordergrund und können in vielen verschiedenen Kombinationen kombiniert werden. 

Meine Lieblingsspots im Namib-Naukluft-Nationalpark sind die Düne 45 und das Deadvlei. Die Düne 45 kann in den Morgenstunden wunderbar als Hell-Dunkel Kontrast genutzt werden, was meiner Meinung nach sehr schön wirkt.

Außerdem gibt es eine großartige Tierwelt, welche hier auch beobachtet werden kann.  

Story hinter dem Bild

Auf einem Roadtrip durch Namibia mit einem Freund durfte das Sossusvlei natürlich nicht fehlen. 
Wir kamen Abends in der Sossusvlei Lodge an und erkundigten uns am Eingangstor direkt über die Öffnungszeiten. 
Wir sind am Abend noch in den Nationalpark gefahren und haben uns schon etwas umgeschaut. 
Am Morgen sind wir dann mehr als pünktlich aufgestanden und wollten direkt zur Öffnungszeit in den Park. Leider waren wir nicht die einzigsten mit dieser Idee und so mussten wir erstmal ca. 30 Minuten am Eingangstor warten. 

Endlich im Park angekommen, sind wir direkt losgefahren und haben an der Düne 45 unseren ersten Stopp gemacht, um dort zu fotografieren.

Danach haben wir die Reise fortgesetzt und sind schlussendlich am Eingang zur Sandpiste angekommen. Wir orientierten uns an den anderen und haben den Luftdruck unserer Reifen gesenkt und setzten unsere Fahrt fort.
Der Sand war wirklich sehr tief, daher empfehle ich nicht anzuhalten! Am Parkplatz zum Deadvlei angekommen, liefen wir mit unserer Fotoausrüstung los. Der tiefe Sand erschwerte das Laufen sehr. Nach ca. 15 Minuten kamen wir in der Tonpfanne an und bestaunten den “Baumfriedhof”. 

 Es gab so viele Fotomotive welche mich beeindruckten, dass ich hier definitiv nochmals herkommen möchte!

Übersicht:

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Land:                      Namibia     

Ort:                          Sossusvlei   

Datum:                    23.03.2019

Uhrzeit:                   8.00 Uhr 

 

Hinweg:                   40Km/1h von der Lodge
                                  500m/15min. vom Parkplatz

Kosten:                    ca. 5€ pro Person 

Tipps:                      Früh kommen 

Ausrüstung:           Canon 77d / Tokina 11-16mm f2,8

Exif Daten:                 F10 1/320″  iso100

 

Schwierigkeit:

2/5

Kevin Schmid Administrator
Blogger/Fotograf
  • Stuttgart
  • 22 Jahre alt
  • Abenteuer, Reisen, Fotografieren
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