Verlaufsfilter
Filterhalter mit Verlaufsfilter

Verlaufsfilter

Die Funktion eines Verlaufsfilters

Verlaufsfilter

Ein Verlaufsfilter wird benötigt, wenn ein starker Kontrast, also Helligkeitsunterschied, zwischen verschiedenen Bildelementen besteht. 
Das typische Beispiel hierfür ist wenn man auf einem Bild den Himmel und einen dunklen Boden abbilden möchte. Hierbei hat man meist einen zu hellen Himmel oder einen zu dunklen Boden. 

Dabei findet man den perfekten Einsatzort für einen Verlaufsfilter vor. Man kann nun den Himmel abdunkeln ohne den Boden abzudunkeln und erhält somit ein ausgewogenes und gut belichtetes Bild.

 

 

Material

Es gibt Verlaufsfilter aus verschiedenen Materialien wie z.B. Kunststoff und Glas. 
Die Kunststofffilter sind meist leichter und günstiger, allerdings zerkratzen diese schnell, was der Bildqualität erheblich schadet.

Daher würde ich immer zu Verlaufsfiltern aus Glas raten.

 

Verlaufsfilter in der Nachbearbeitung

Viele Bildbearbeitungsprogramme bieten ein Verlaufswerkzeug an. Dieses wird einfach über das Bild gezogen und man kann somit gezielt Stellen abdunkeln. 

Der Nachteil hiervon im Gegensatz zum Verlaufsfilter ist, dass ausgebrannte Stellen nichtmehr gerettet werden können welche durch den Verlaufsfilter nicht ausgebrannt wären. 

Reverse Verlaufsfilter 

Ein Reverse Verlaufsfilter hat die selbe Funktion wie ein normaler Verlaufsfilter, allerdings mit einem wichtigen unterschied.

Stell dir vor die Sonne geht über dem Meer am Horizont unter. Ein normaler Verlaufsfilter beginnt nun ganz oben am Bild mit dem dunkelsten Bereich. An der Sonne dunkelt dieser also nichtmehr so stark ab.

Ein Reverse Verlaufsfilter beginnt in der Mitte mit dem dunkelsten Bereich und wird nach oben hin schwächer. Die Sonne wird also am meisten abgedunkelt und der darüberliegende Himmel immer schwächer.

Für dieses Beispiel also genau der richtige Filter.

IMG_6294

Wichtige Angaben eines Verlaufsfilters

 Größe: 

Verlaufsfilter sind meist als Rechteckfilter ausgeführt welche zur Anbindung an der Kamera einen speziellen Filterhalter benötigen.

Man sollte beim Kauf von Rechteckfiltern darauf achten, dass die Filter untereinander kompatibel, also gleich groß sind. Dadurch kann man Verlaufsfilter und ND Filter mit dem selben Halter nutzen. z.B. 75mmx100mm

 

Stärke:

Die Verlaufsfilter gibt es natürlich in verschiedenen Stärken und dadurch dunkeln diese die Bilder verschieden stark ab. Diese “Stärke” wird auf dem Filter als GND angegeben. Diese Angabe verhält sich wie beim ND-Filter.

 

Verlaufsübergang:

Der Verlaufsübergang wird auf dem Filter mit Soft, Medium, Hard und very Hard angegeben. Dabei stellt ein Soft Übergang das perfekte Setup für eine unebene Landschaft. Man kann nicht wirklich erkennen wo der Verlauf beginnt und wo er endet, da dieser Übergang über eine größere Länge zunimmt.

Ein Filter mit einem Hard Übergang ist wiederum nicht geeignet für eine unebene Landschaft. Dabei erkennt man in z.B. Bäumen den Helligkeitsunterschied was natürlich nicht wirklich schön aussieht. Der Hard Filter ist daher mehr geeignet für klare Kanten in Bildern. Das perfekte Beispiel hierfür ist ein Horizont über dem Meer. Hierbei hat man eine klare Kante und kann diese mit dem Hard Filter wunderbar abgrenzen. 

Zusammenfassung

Verlaufsfilter werden dazu verwendet um Verschiedene Helligkeitsbereiche und Kontraste darzustellen. Achte darauf, dass alle deine Rechteckfilter die selbe Größe haben um nicht unnötig viele Filterhalter kaufen zu müssen. 
Kaufe am besten einen Filter mit Soft Verlauf und einen mit Hard Verlauf um für jede Situation das Richtige Werkzeug zu haben. 

 

Beispielbilder mit Verlaufsfilter

Kevin Schmid Administrator
Blogger/Fotograf
  • Stuttgart
  • 22 Jahre alt
  • Abenteuer, Reisen, Fotografieren
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Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Vera

    Top. Sehr verständlich und kurz erklärt .

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